Am kommenden Sonntag, 16. November, führt die Partei Die Linke um 10.30 Uhr im Haus Buchmann in Borken eine Kreismitgliederversammlung durch, in der neben der Neuwahl des Kreisvorstandes Inge Höger, Mitglied der Bundestagsfraktion Die Linke, über „Konsequenzen aus der Finanzkrise“ sprechen wird.
Außerdem werden über Anträge unter anderem zu den Themen „Kinderarmut und Altersarmut im Kreis Borken “ und „Öffentlicher Personennahverkehr im Kreis Borken“ beraten.
Der bisherige Amtsinhaber, der Bocholter Rainer Sauer, kandidiert nicht mehr als Kreissprecher. Sauer begründet seine Entscheidung damit, dass er sich jetzt voll und ganz dem Kommunalwahlkampf in Bocholt zuwenden werde. Außerdem sehe er für Die Linke sehr gute Chancen in das Bocholter Rathaus einzuziehen. „Ich persönlich rechne in Bocholt mit 7 plus x Prozent“, so Sauer. Zur aktuellen Finanzentwicklung der Stadt Bocholt warnt Sauer davor, mögliche Sparmaßnahmen jetzt wiederum auf die Bürger abzuwälzen. Denn sie seien bereits durch den Sozialabbau und die Umverteilung von „unten nach oben“ durch die Landes- und Bundesregierung arg gebeutelt, so Stadtverbandssprecherin Anita Lohberg.
Seit vier Jahren ist Sauer Kreissprecher. Er hat im Kreis Borken maßgeblich an der Gründung der WASG und an der Neugründung der Partei Die Linke mitgewirkt. Jutta Wilting, Rainer Wilting und Martin Feller, die ebenso dem Kreisvorstand angehören, werden sich am Sonntag auch nicht mehr zur Wahl stellen und sich wie Sauer schwerpunktmäßig in Bocholt engagieren.