Aufgrund der sich zuspitzenden Krise ruft die Bocholter Linke für Samstag, 23. Mai, um 11 Uhr in der Bocholter Innenstadt zum „Tag der sozialen Unruhe“ auf. Im Protestaufruf heißt es, dass alles mitgebracht werden soll, was Krach macht. Als Beispiel werden genannt, Trillerpfeifen, Kochstöpfe, Rassel und Trommeln. Motto: „Wir zahlen nicht für eure Krise!“
Linke-Pressesprecher und Bürgermeisterkandidat Rainer Sauer: „Die Krise ist mittlerweile auch in Bocholt angekommen. Immer mehr Betriebe machen Kurzarbeit. Noch letzte Woche hat der Großbetrieb Flender bekannt geben, dass ab Mai 1500 Beschäftigte von Kurzarbeit betroffen seien. Auch die Arbeitslosigkeit nimmt in Bocholt drastisch zu. Für die Krise müssen somit die Beschäftigten beispielsweise durch Lohnverzicht oder durch Verlust ihres Arbeitsplatzes bezahlen. Auf der anderen Seite werden Milliarden für marode Banken ausgegeben – und das ohne Vorbedingungen. Dagegen gilt es sich gemeinsam zu wehren. Wir wollen somit ein Zeichen setzen und keine Ruhe mehr geben, solange immer nur der Normalbürger die Zeche dafür zahlen soll.
Zugleich unterstützt die Bocholter Linke den Aufruf der Gewerkschaften und des DGB zur europaweiten Protestkundgebung am 16. Mai in Berlin.