Bevor die Wahllokale am Sonntagmorgen um 8 Uhr öffnen, befindet sich die Bocholter Linke 48-Stunden zuvor im Dauerwahlkampf. Überall, da wo man Menschen antreffen kann, wird das Wahlkampfteam der Linken auftauchen und um jede Stimme werben. Ob am Kino, vor dem Lebensmitteldiscounter oder am Berufskolleg.
Für Samstag hat die Linke dafür eigens ein achtsitziges Tandem angemietet, auf dem abwechselnd ihre Ratskandidaten auch die Fußgängerzone und den Samstagsmarkt in der Innenstadt ansteuern wollen. Mit im Gepäck werden die Genossen mehrere tausend Flyer, Glückskekse mit Beipackzettel „Zum Glück kann man DIE LINKE wählen!“ und rote Bleistifte mit der Aufschrift „Unruhestifter“ haben. Aber auch mit Lautsprecherdurchsagen will die Linke für sich mobilisieren.
Rainer Sauer, Bürgermeisterkandidat und Pressesprecher der Bocholter Linken: „Wir haben noch richtig harte Arbeit vor uns, aber wir wollen eine andere sozialere Politik und dafür lohnt es sich zu kämpfen. Vor allem wollen wir noch mal alles auffahren, um mögliche Nichtwähler davon zu überzeugen, wählen zu gehen. Obwohl wir über den Ausgang der Wahl am Sonntag ein gutes Gefühl im Bauch haben.“
Bärbel Sauer, Helge Laumann und Michael Angenendt, alle drei kandidieren auf den vordersten Plätzen der Reserveliste, zeigen sich sehr optimistisch und gehen sogar davon aus, dass nicht nur sie, sondern weitere Ratskandidaten der Bocholter Linken in den Rat einziehen werden.