Nachdem am Freitag, 14. August, bekannt wurde, dass bei der Kassenärztlichen Vereinigung in Münster diskutiert wird, den ärztlichen Notdienst aus Bocholt abzuziehen und nach Ahaus oder Borken zu verlegen, ließ die Bocholter Linke nicht lange auf sich warten und startete spontan am Samstag, 15. August, in der Fußgängerzone der Bocholter Innenstadt eine Unterschriftenaktion.
In nur zwei Stunden haben mehr als 500 Bürger den „Aufruf für den Erhalt des ärztlichen Notdienstes in Bocholt“ unterschrieben. Die Bürger zeigten sich empört über das Vorhaben und erklärten in den Gesprächen am Unterschriftenstand, dass sie das auf keinen Fall hinnehmen werden. Auch bedankten sie sich immer wieder dafür, dass die Linke die Initiative für diese Unterschriftenaktion ergriffen hat.
Rainer Sauer, Pressesprecher und Bürgermeisterkandidat der Bocholter Linken, der bei der Aktion am Samstag dabei war, erklärt dazu: „Das soll keine einmalige Aktion bleiben. Auch in den nächsten Tagen werden an allen Infoständen der Linken Unterschriftenlisten ausliegen. Die gesammelten Unterschriften werden später der Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen Lippe überreicht. Der gilt es klar zu machen, dass sie ganz Bocholt gegen sich haben, wenn sie diese Pläne ernsthaft verfolgen. Gesundheit ist schließlich keine Ware. Niemanden, schon gar nicht älteren Bürgern, kann zugemutet werden, 50 oder 20 Kilometer zu fahren, um einen ärztlichen Notdienst aufzusuchen. Das ist nicht hinnehmbar.“
Den Ärzten sichert Rainer Sauer ebenso die volle Solidarität und Unterstützung der Bocholter Linken zu.