Die Bocholter Linke begrüßt das Angebot der Stadtbus GmbH, dass am kommenden Samstag, 1. August, alle Fahrgäste ab 60 Jahren kostenlos mit dem Bus fahren dürfen. Linke-Pressesprecher Rainer Sauer gibt sich damit aber keineswegs zufrieden: „Die gratis Busfahrt darf kein einmaliges Ereignis sein, etwa wegen einem speziellen Ticketangebot (60plusAbo), das an diesem Tag innerhalb der Verkehrgemeinschaft Münster (VGN) eingeführt wird. Wir - die Bocholter Linke – fordern daher für alle Bürger ohne eigenes oder mit nur geringem Einkommen die Einführung eines Sozialtickets, das ihnen auf Grund ihrer finanziellen Situation ermöglicht, ganzjährig kostengünstig den Bus zu benutzen. Denn für viele Menschen sind die normalen Fahrpreise einfach zu teuer, und für manche Bürger in Bocholt ist der Bus das einzigste Fortbewegungsmittel. Ein solches Angebot würde bei den Betroffenen zudem dazu beitragen, das sich ihre Situation dadurch erheblich verbessert.“
„Auch verkehrs-, energie- und umweltpolitisch würde das Bocholt gut zu Gesicht stehen. Immerhin darf sich Bocholt seit März diesen Jahres „Klimakommune NRW“ nennen. Diese Anerkennung verpflichtet Bocholt gerade zu, auch im Bereich öffentlicher Personennahverkehr einen Beitrag zu leisten und hier eine Vorbildfunktion einzunehmen“, sagt Rainer Sauer, der bei der Kommunalwahl für die Linke als Bürgermeister kandidiert.
Die Bocholter Linke hält die Einführung eines Sozialticket auch für finanzierbar und verweist dabei auf andere Kommunen in NRW, die bereits ein Sozialticket haben. Dort seien dauerhaft neue Fahrgäste hinzugekommen. „Durch höhere Fahrgastzahlen steigt schließlich die Wirtschaftlichkeit“, so Sauer.
Anita Lohberg, Stadtverbandssprecherin, kündigt an, dass die Bocholter Linke nach den Sommerferien dazu eine Kampagne startet. Auch mit einem Bürgerantrag will sie ihre Forderung im Rat und in der Verwaltung Gehör verschaffen.