Mit Empörung und harscher Kritik reagiert Rainer Sauer, Pressesprecher und Bürgermeisterkandidat der Bocholter LINKEN, auf das Abstimmungsverhalten des SPD-Wahlkreisabgeordneten Christoph Pries, der am Freitag letzter Woche im Bundestag bei einer namentlichen Abstimmung gegen die Rücknahme des Rentenalters ab 67 gestimmt hatte. Aber auch der CDU-Wahlkreisabgeordnete Johannes Röring hatte dagegen gestimmt. Der Antrag wurde im Bundestag von der LINKEN eingebracht.
Rainer Sauer erklärt dazu: „Wer Menschen bis zu ihrem 67 Lebensjahr arbeiten lassen will, betreibt Ausbeutung der älteren Generation oder nimmt bewusst im Kauf, dass ihnen die Rente ansonsten durch Rentenabschläge gekürzt wird. Damit dies nicht geschieht, werden wir nicht locker lassen, bis dieses unsoziale Renteneintrittsalter vom Tisch ist. Daher wird die Bocholter LINKE die Bundestagswahl im Herbst zu einer „Volksabstimmung über die Rente ab 67“ machen.“ Rainer Sauer wirft den Wahlkreisabgeordneten der Sozialabbauparteien von SPD und CDU außerdem Borniertheit vor. „Sie ignorieren den Willen von drei Vierteln der Bevölkerung." Dies habe auch erst kürzlich eine große Umfrage der IG Metall bestätigt, erklärt Sauer.
Als die Rente ab 67 vor zwei Jahren im Bundestag beschlossen wurde, war Rainer Sauer, ausgestattet mit einem Skelett, vor dem Reichtagsgebäude in Berlin und demonstrierte dort gegen das Vorhaben von SPD und CDU. Am Skelett hatte er ein Pappschild angebracht auf dem zu lesen war „Schuften bis zum Tod!“. Und auf einem Schild hatte er die Zahl 67 durchgestrichen.