Mehrere bekannte Neonazis versuchten heute am Infostand der Bocholter Linken eine Störaktion durchzuführen. Einer von ihnen, der erst kürzlich vorm Bocholter Schöffengericht verurteilt wurde und ein ellenlanges Vorstrafenregister hat, trug eine Eselmaske.
Während der Störaktion legten Mitglieder der Linken ein großes Plakat vor den Eselmaskenträger auf dem zu lesen war „... und ich bin ein Neo-Nazi“. Von da an machten die Fußgänger am Neutor-Platz einen großen Bogen um die Neonazis. Linke-Pressesprecher Rainer Sauer: „Die herbeigerufene Polizei schritt jedoch nicht ein, jedenfalls nicht erkennbar. Umgekehrt bekommen Anti-Nazi-Gegner meist sofort Platzverweise im Umkreis von mehr als hundert Metern. Wir werden uns in der nächsten Woche mit einem Protestschreiben an die Polizeiführung und an den Innenminister wenden. Denn hier hätte die Polizei ganz klar einschreiten müssen.“ Weiterer Bericht folgt.