Als völlig unzureichend bezeichnet Rainer Sauer von der Bocholter Linken die Ergebnisse des CDU-Demografieforums und wirft der CDU-Bürgermeisterkandidatin Helga Grunewald Heuchelei vor.
Nach Sauers Worten hatte die CDU und ihre Bürgermeisterkandidatin bisher genügend Zeit, sich auf den demografischen Wandel einzustellen und Zukunftsweisendes für die immer älter werdende Generation zu tun. Konkrete Maßnahmen seien jedoch ausgeblieben. Doch jetzt kurz vor der Kommunalwahl besinnt man sich in der CDU, dass etwas für den demografischen Wandel getan werden müsse. „Der CDU geht es bei diesem Thema nur darum, im Wahlkampf zu punkten – und das auf Kosten der Generationen“, so Sauer.
Außerdem hält die Bocholter Linke nachfolgende Forderungen für unerlässlich:
Die Linke ist der Überzeugung, dass die Folgen des demografischen Wandels solidarisch bewältigt werden können. Dazu muss sich die Lebens- und Verteilungsweise der Gesellschaft grundsätzlich ändern. Damit alle Generationen gleichermaßen eine Perspektive haben, ist eine Neuverteilung des gesellschaftlichen Reichtums notwendig und möglich. Dabei ist nicht die Umverteilung zwischen Jungen und Alten, sondern zwischen Oben und Unten entscheidend.
Die Linke fordert eine Politik, die Frauen und Männern eine sichere Perspektive für ein Leben mit Kindern bietet. Dazu gehören der Ausbau einer bedarfsgerechten und kostenlosen Kindertagesbetreuung sowie die Gestaltung von familienfreundlichen Arbeitszeiten und Arbeitsbedingungen.
Die Linke fordert weiterhin eine Politik, die den älter Werdenden gute Renten und eine altersgerechte Gestaltung aller gesellschaftlichen Bereiche garantiert. Dazu gehören:
- eine aktive Wirtschafts- und Beschäftigungspolitik als zentraler Ansatzpunkt der Zukunftsfähigkeit der sozialen Sicherungssysteme;
- eine altersgerechte Gestaltung der Arbeitswelt; nvestitionen in personennahe Dienstleistungen;
- der qualitative und quantitative Ausbau der Pflege;
- die Erweiterung sozialer und kultureller Dienstleistungen sowie eine Stadtgestaltung, die die Mobilität der Älteren unterstützt, ihnen den Zugang zu allen Angeboten gestattet, Familien und Jugendlichen Raum gibt und das Miteinander der Generationen ermöglicht.
- eine Stärkung öffentlicher Dienste, die allen Generationen gerecht werden und allen Menschen ohne Einschränkung zugänglich sind.