Die geplante Hundessteuer in Bocholt ist vom Tisch – jedenfalls vorläufig. Nachdem am Mittwoch im Hauptausschuss keine Mehrheit zustande kam, zog Bürgermeister Peter Nebelo die Verwaltungsvorlage zurück, die eine Erhöhung der Hundesteuer um fast 50 Prozent vorsah. In der Ratssitzung am 16. Dezember steht dieses Thema daher nicht an.
Während SPD und Grüne dafür waren, sprach sich die Linke-Ratsfrau Bärbel Sauer vehement gegen eine Erhöhung der Hundesteuer aus und begründete dies damit, dass den Bürgern weder Steuererhöhungen noch Gebührenerhöhungen zugemutet werden können. CDU und Stadtpartei verlangten unterdessen ein Gesamtkonzept, um den Haushalt zu konsolidieren. Demnach sollen die Bürger noch stärker zur Kasse gebeten werden.
Es bleibt festzuhalten: Der Protest der Bürger und das Engagement der Bocholter Linken hatten Erfolg. Obwohl dieses Thema schon bald wieder die Gemüter beschäftigen wird. Denn die Initiatoren kündigten im Hauptausschuss an, den Mitgliedern demnächst eine neue Verwaltungsvorlage vorzulegen.