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Wilbert Siepmann (55), Betriebswirt:

Das sind meine politischen Schwerpunkte und Ziele: Ich bin seit vielen Jahren gewerkschaftlich organisiert und habe umfangreiche Erfahrung als Betriebsrat eines größeren Unternehmens gesammelt. Darüber hinaus habe ich als Wahlvorstand und Wahlleiter sowie als Mitglied der Tarifkommission VER.DI gesellschaftspolitische Aufgaben übernommen. Ich bin Mitbegründer der WASG (Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit) als Vorläufer der Partei.

Die Linke Sozialpolitische Transparenz ist unabdingbare Voraussetzung für einen effizienten Einsatz monetärer und personeller Ressourcen. Dieses „gläserne Rathaus“ ist eine absolute Notwendigkeit um Filz und Vetternwirtschaft, Verschwendung und dem wenig effizienten Mitteleinsatz in unserer Heimatstadt ein Ende zu bereiten.

Die richtigen Prioritäten zu setzen und gleichzeitig teure Fehlplanungen zu vermeiden sollten für jeden Verantwortlichen in der Stadt eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein, auch ohne dass es dazu einer Gedächtnisstütze in Form eines „Bürgervertrages“ für den (noch) amtierenden Bürgermeister bedarf. Sollten jedoch - wie wohl zu erwarten - demnächst entsprechende Auflagen des Haushaltssicherungskonzeptes erfüllt werden müssen, wird eben aus den seichten Plattitüden schnell ein Haushaltssicherungskonzept entwickelt.

Berufliche Erfahrung in der Schuldnerberatung zeigen mir, wie wichtig ein „gläsernes Rathaus“nicht nur für die Betroffenen, sondern für alle Bürger ist. Hier, wie im gesamten Bereich der Bürgerberatung, besteht ein enormer Nachholbedarf in unserer Heimatstadt.

Eine effektive Verbraucher- und Schuldnerberatung werden mit Blick auf die auch in Bocholt rasant steigende Anzahl von Billiglohnarbeitsplätzen immer wichtiger, ebenso wie die Schaffung neuer Beschäftigungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten über die bisherigen Versuche hinaus.

Mittelmäßige Schaumschläger und nebulös formulierte „Zusagen“ brauchen die Bocholter Bürger ganz sicher nicht an der Spitze der Stadt - und weitere fünf Jahre Stillstand und leere Worte haben die Bürger dieser Stadt ganz sicher nicht verdient!