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Miteinander leben!

Auch wenn viele das noch immer nicht wahrhaben wollen: Deutschland ist ein Zu-wanderland! Dieser Tatsache muss die Politik endlich Rechnung tragen und vorsor-gend aktiv werden. Der Diskriminierung von Menschen aufgrund der Hautfarbe, der ethnischen, nationalen oder der sozialen Herkunft, des Geschlechts, der Sprache, der Religionszugehörigkeit oder politischen Überzeugung muss präventiv und aktiv entgegengewirkt werden. DIE LINKE. sieht die Integration dieser Menschen als gro-ße Aufgabe, die mit aller Priorität wahrgenommen wird. Ebenso steht sie für die Ein-führung eines kommunalen Wahlrechts für alle Menschen, die hier ihren Lebensmit-telpunkt haben.

Das Zusammenleben der Kulturen in den Stadtteilen muss gestärkt werden. Kulturel-le und künstlerische Projekte stärken Identität und Selbstvertrauen. Interkultureller und interreligiöser Dialog fördert den Abbau von Vorurteilen und Ängsten. Dazu be-darf es konkreter Projekte vor Ort (z.B. Stadtteilbüros, Stadtteilfeste, stadtteilorientier-te Jugendarbeit). Durch sportliche und soziale Aktivitäten können Vorurteile über-wunden und gegenseitige Akzeptanz aufgebaut werden. Das können, mit Unterstüt-zung aus Politik und Migrantenverbänden, auch Vereine und soziale Einrichtungen leisten. Wichtig sind Ansprechpartner vor Ort, z.B. Stadtteilmütter, sowie Ansprech-partner in den Behörden und in der Verwaltung. Dazu bedarf es der Einstellung von Migranten als Mitarbeiter der Verwaltung, in Krankenhäusern und bei der Polizei. Sie helfen Sprach- und Kulturbarrieren zu überwinden, haben Vorbildfunktion und fördern das Miteinander. Es müssen Konzepte erarbeitet werden, die eine Ghettobildung in städtischen Brennpunkten verhindern.

Die Linke. Bocholt setzt sich ein für:

- Bekämpfung jeder Art von Diskriminierung
- Eine faire Asylpraxis, die auf Integration setzt und nicht von Abschiebung geprägt ist
- Chancengleichheit bei Bildung, Erziehung, Ausbildung und Arbeit
- Individuelle verpflichtende Sprachförderung mit aller dafür notwendigen Unterstützung
- Keine Chance dem Rassismus
- Konzepte für ein Zusammenleben in guter Nachbarschaft
- Interkulturelle Kompetenz an Schulen
- Kommunales Wahlrecht unabhängig von der Staatsangehörigkeit und
- Langfristig ein volles Wahlrecht auf allen Ebenen
- Aufhebung des Arbeitsverbots für Flüchtlinge und AsylbewerberInnen
- Unterstützung von Einbürgerungswilligen beim Verfahren
- Unterstützung der Selbstorganisation von MigrantInnen
- Einrichtung einer Antidiskriminierungsstelle
- Einstellung mehrsprachiger ErzieherInnen in pädagogischen  Einrichtungen
- Auszahlung der Beihilfen statt Gutscheine oder Pakete