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Aktuelles aus der Fraktion
Krähen gehören zu Bocholt – Punkt.
Im Zusammenhang mit der Diskussion um Krähenbestände möchten wir als Fraktion eine sachliche und faktenbasierte Einordnung vornehmen.
Die vorgebrachten Problemwahrnehmungen beruhen nicht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, sondern überwiegend auf subjektivem Störempfinden. Empfindungen wie Lärm oder die Nähe von Wildtieren sind individuell, stellen jedoch keine fachliche Grundlage für Eingriffe in den Artenschutz dar.
Krähen sind heimische Wildvögel, die seit Jahrhunderten Teil unserer Umwelt sind. Dass sie heute vermehrt als „störend“ wahrgenommen werden, ist kein objektives ökologisches Problem, sondern Ausdruck veränderter menschlicher Lebensweisen.
Der NABU stellt klar, dass es keine wissenschaftlichen Belege dafür gibt, dass Krähen andere Vogelarten gefährden. Der Rückgang vieler Arten ist menschengemacht und insbesondere auf Lebensraumverlust, intensive Landwirtschaft und zunehmende Flächenversiegelung zurückzuführen. In dieser Debatte werden Krähen zu Unrecht zu Sündenböcken gemacht.
Maßnahmen wie Vergrämung, der Rückschnitt von Brutbäumen oder Ausnahmen vom Artenschutz sind nicht nachhaltig, fachlich kritisch und verschärfen bestehende Konflikte, anstatt tragfähige Lösungen zu schaffen. Stattdessen empfiehlt der NABU Koexistenz statt Verdrängung sowie Aufklärung statt Angsterzeugung. Dazu gehören verantwortungsvolle Müll- und Abfallkonzepte, eine naturnahe und vorausschauende Stadtplanung sowie ein respektvoller Umgang mit Wildtieren im urbanen Raum.
Solidarität endet nicht beim Menschen. Tiere haben eine uneingeschränkte Daseinsberechtigung und existieren nicht unter dem Vorbehalt menschlicher Bequemlichkeit oder subjektiver Wahrnehmung.
Bocholt braucht keine Politik gegen Tiere, sondern Entscheidungen auf Grundlage von Wissenschaft, Tierschutz und Respekt vor allem Leben.
Die Linke Fraktion im Stadtrat Bocholt steht klar und konsequent an der Seite des Tierschutzes.
Aktuellstes Video
Im Video:
Ausschuss für Planung, Bau und Verkehr in Bocholt.
Nur der NWL wurde gehört – klar pro Radschnellweg.
Die Westmünsterlandbahn hat eine Gegenstudie in Auftrag gegeben, die durchaus interessant ist.
Zur Studie: Hier klicken.
Was passiert ist, seht ihr im Video.
Über uns
Michael Frieg
Fraktionsvorsitzender
Schwerpunkte:
- Digitalisierung
- Stadtentwicklung und Mobilität
- Wohnen
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