Bahn oder Radschnellweg?
In Bocholt wird aktuell darüber diskutiert, eine alte Bahntrasse für einen Radschnellweg zu nutzen. Was auf den ersten Blick nach Fortschritt klingt, ist in Wahrheit eine Entscheidung mit langfristigen Folgen.
Die Trasse ist noch immer offiziell für den Bahnverkehr gewidmet. Ein Radschnellweg an dieser Stelle würde eine Reaktivierung der Bahn auf Jahre – wenn nicht Jahrzehnte – unmöglich machen. Diese Entscheidung ist also keine Kleinigkeit, sondern eine echte Weichenstellung für die Zukunft unserer Stadt.
Bocholt ist derzeit nur in eine Richtung an den Bahnverkehr angebunden: nach Wesel. Das reicht nicht. Wer Verkehrswende, Klimaschutz und soziale Mobilität ernst meint, muss über eine zweite Schienenverbindung nachdenken – Richtung Münster und perspektivisch weiter in die Region.
Natürlich sind wir als Linke klar pro Radverkehr. Aber:
Radwege lassen sich an vielen Stellen ausbauen und verbessern.
Eine Bahntrasse gibt es nur einmal.
Bahnverkehr ist Daseinsvorsorge.

