Die Linke Bocholt zur Stichwahl um das Bürgermeisteramt
Am 28. September steht Bocholt vor einer Richtungsentscheidung: In der Stichwahl treten Amtsinhaber Thomas Kerkhoff (CDU) und Herausforderer Christian Mangen (FDP, SPD, Stadtpartei) gegeneinander an.
Wir als Die Linke Bocholt haben unsere Mitglieder aktiv in die Entscheidungsfindung einbezogen. Das Ergebnis zeigt: Alle Mitglieder sprechen sich gegen eine weitere Amtszeit von Thomas Kerkhoff aus. Die meisten sehen in Christian Mangen die Chance für einen politischen Richtungswechsel.
Warum?
- Herr Kerkhoff hat auf Nachfrage während des Wahlkampfes eine gemeinsam geplante Abstimmung mit der AfD nicht ausgeschlossen. Für uns als antifaschistische Partei ist dies ein fatales Signal.
- Auch in der Stadtverwaltung gilt sein Führungsstil offensichtlich als schwierig. Nur einen Tag nach der Wahl hat der ehemalige Stadtbaurat Daniel Zöhler in einem Leserbrief deutliche Kritik an Herrn Kerkhoff geäußert: Er sei kein Teamplayer, blockiere Prozesse und ziehe wichtige Entscheidungen an sich. Für Bocholt brauche es dringend einen Wechsel.
- Beim Großprojekt Rathaussanierung, das für Bocholt von zentraler Bedeutung ist, kam es nicht nur zu erheblichen Verzögerungen und steigenden Kosten, sondern auch zu einer aus unserer Sicht falschen Planung. Anstatt frühzeitig Anpassungen vorzunehmen, die den Haushalt entlastet und die Umsetzung erleichtert hätten, wurde an problematischen Entscheidungen festgehalten. Ein Bürgermeister muss hier die Verantwortung übernehmen, rechtzeitig Korrekturen einleiten und Projekte im Sinne der Stadtgemeinschaft effizient steuern.
- Auf einer Podiumsdiskussion zum Thema Jugend und Kommunalpolitik legte Herr Kerkhoff zudem Positionen dar, die geprägt waren von fehlendem Klassenbewusstsein und einer verzerrten Sicht auf die Unterrepräsentation bisher wenig sichtbarer Personengruppen im kommunalpolitischen Diskurs. Aus Sicht unseres Verständnisses von sozialer Gerechtigkeit können wir dieser Haltung nicht zustimmen.
- Christian Mangen hingegen tritt bürgernah auf, wirkt offen im Dialog und begegnet auch uns Linken auf Augenhöhe und vertritt sogar einige unserer Inhalte – zum Beispiel bei der Förderung des ÖPNV.
Natürlich bleibt für uns als Linke bestehen: Die FDP ist nicht unsere politische Heimat. Doch angesichts der Wahl zwischen Stillstand und Wandel sehen wir in Herrn Mangen die bessere Option.
Unser Appell an die Bocholter Bürger*innen: Nutzen Sie die Stichwahl für einen echten Wechsel an der Stadtspitze. Bocholt braucht frischen Wind – und den gibt es nicht mit Herrn Kerkhoff.

